Saarland

Obwohl das Saarland mit einer Gesamtfläche von 2.560 Quadratkilometern das kleinste aller Flächenbundesländer ist, ballen sich hier eine Fülle spannender Sehenswürdigkeiten, die nicht nur Natur- und Technikbegeisterte, sondern auch Architektur- und Kulturinteressierte ansprechen.

Aus geographischer Sicht wird das Saarland insbesondere durch den Hunsrück und den Schwarzwälder Hochwald geprägt. Daneben bereichern das Saar-Nahe-Bergland sowie das Lothringische Schichtstufenland das Landschaftsbild. Seinen Namen verdankt das Saarland der Saar, dem größten Ausläufer der Mosel. Über eine Länge von 10 Kilometern fließt sie durch die romantische Landschaft und formt schließlich vor Mettlach die Große Saarschleife, zugleich das Wahrzeichen des Bundeslandes. Um dieses beeindruckende Naturschauspiel in seinem ganzen Umfang in Augenschein nehmen zu können, bietet sich ein Spaziergang zum Aussichtspunkt Cloef an. Weitere geologische Besonderheiten im Saarland sind die Niedaltdorfer Tropfsteinhöhle sowie der Felsenpfad in Kirkel, wo seltene Gesteinsformationen einen imposanten Anblick bieten.

Seine vielfältige kulturelle Vergangenheit bereichert bis heute das architektonische Erscheinungsbild des Saarlandes. Von der keltischen Zeit zeugt der Hunnenring bei Otzenhausen und von der römischen Herrschaft erzählen die Villen in Borg und Nennig. Das Zeitalter der Burgen im Mittelalter spiegeln zum Beispiel die Burg Kerpen in Illingen, die Teufelsburg in Felsberg, die Burg Kirkel oder die Kirrberger Merburg wider. Aus der Barockzeit können vor allem in Saarbrücken, der Landeshauptstadt, aufwendige Bauten besichtigt werden. So zählt die dortige Ludwigskirche zu den drei bedeutendsten evangelischen Sakralbauten des Barocks in ganz Deutschland.